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Mein 9. November. Von Demisej bis Deutsche Bahn.

9. November. Was für ein Tag! Während die Berliner Ballons steigen ließen, fuhren ein paar Vorlesekünstler mit dem Zug von Hessen nach Thüringen und zurück und lasen dabei Geschichten und performten Lyrik und lauter tolle Sachen.

Auf dem Rückweg vorhin im komplett vollen ICE von Kassel (ab 18.54) nach Berlin (an 21:26) dann das: Schaffner auf meine Nachfrage, wo die Behindertensitzplätze seien, die ich auch nach zweimaligen Hin und Herlaufen nicht finden konnte (In jedem Zug gibt es Sitzplätze, die für Menschen mit Schwerbeschädigtenausweis optioniert sind, damit die auf jeden Fall sitzen können. Auch in vollen Zügen. Auch ohne extra zu reservieren. Ich bin Halterin eines solchen Ausweises, was ich dem Schaffner auch mitteilte.) Er also: „Die sind da hinten im ersten Abteil. Aber müssen Se gucken, wenn da alle nen Schwerbeschädigtenausweis haben, denn haben Sie Pech, denn müssen Sie stehen.“ Sprach’s und fuhr fort, eine junge Frau zur Sau zu machen, weil sie von der Aufhebung der Zugbindung aufgrund des Streiks Gebrauch gemacht und einen Zug früher genommen hatte. Ich war so empört, dass mir nix einfiel. Jetzt denke ich: Vielleicht war das auch eine ein-Mann-Mauerfall-Revival-Veranstaltung: Service wie im Osten, oder so. Schön, dass die Mauer weg ist. Ich liebe euch alle! Gute Nacht. P.S.: Hier kommt noch meine taz-Kolumne vom Wochenende. Aus den Tagebüchern einer Zehnjährigen. Mit Lufbalongs. http://www.taz.de/Kolumne-IMMER-BEREIT/!149126/

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